Wegen erwiesener Unschuld: Kriminalroman: N.Y.D. - New York Detectives (German Edition) by Glenn Stirling

Wegen erwiesener Unschuld: Kriminalroman: N.Y.D. - New York Detectives (German Edition) by Glenn Stirling

Autor:Glenn Stirling [Stirling, Glenn]
Die sprache: deu
Format: epub
Herausgeber: Uksak E-Books
veröffentlicht: 2017-07-20T22:00:00+00:00


19

Olivia stieß den Lauf der Waffe gegen Bounts Brust und drückte ab. Unwillkürlich schloss sie die Augen dabei. Als es nur metallisch klickte und der ohrenbetäubende Abschussknall ausblieb, riss sie die Augen wieder auf und starrte Bount fassungslos an.

Er ließ die Arme sinken und grinste. „Pech gehabt, Süße ... Ich habe mir erlaubt, die Waffe heute morgen zu entladen, als ich mir deine Autoschlüssel ausgeliehen hatte.“

Rasend vor Wut schleuderte Olivia den Browning auf ihn. Bount wich geschickt aus. Die Waffe schlug scheppernd auf dem Betonboden auf, schlitterte noch ein Stück weiter, und blieb dann in der Ecke liegen.

Ohne sich um die Frau zu kümmern, hob Bount die Waffe auf und steckte sie in den Hosenbund.

Als er sich umdrehte, stand Olivia wie angewurzelt an derselben Stelle.

„Willst du mir Handschellen anlegen?“, fragte sie bitter.

„Nicht, wenn du vernünftig bist.“

„Wirst du mich erschießen, wenn ich mich weigere mitzukommen?“, fragte sie spöttisch.

Er ging auf sie zu, ruhig und seiner Sache sicher. „Es wird sich vermeiden lassen, Olivia.“

Ihr Gesicht verzerrte sich. In ihren Augen blitzte es auf. Als ihre Hände mit gespreizten Fingern auf sein Gesicht zuschossen, duckte er sich blitzschnell, packte sie um die Hüften, hob sie hoch und wirbelte sie um die eigene Achse.

Olivia schrie gellend auf, doch als er den Griff lockerte, versuchte sie ihn zu kratzen und zu beißen. Sie trat nach Bount und wollte ihm das Knie zwischen die Beine rammen. Er hatte alle Hände voll zu tun, um die sich wie eine Furie gebärdende Frau zu bändigen. Schließlich ließ ihre Kraft nach. Sie gab auf.

„Handschellen, oder bist du jetzt vernünftig?“, fragte er.

Olivia Fisher nickte stumm und ging neben ihm her nach unten. Im Erdgeschoss wählte Bount von einem Münzapparat aus Stevensons Dienstnummer. Es meldete sich dessen Assistent Erwing.

„Gib mir den Chef, Ted.“

„Nicht da. Billingers Büro ist in die Luft geflogen. Der Chef ist sofort hingefahren.“

„Was sagst du da?“

„O’Neill hat das halbe Haus in die Luft gejagt. Ich weiß bis jetzt von vier Toten und etlichen Schwerverletzten. Ein Dutzend Leute sind noch oben im abgesprengten Teil. Die Ruine droht jeden Augenblick einzustürzen, sagt der Chef. Mehr weiß ich auch nicht. Muss hier die Stellung halten. Hast du auch eine Hiobsbotschaft?“

Bount nannte die Adresse und fügte hinzu: „Schick mir einen Wagen mit mindestens zwei Mann. Ich habe die Mörderin von Joan O’Neill. Sie hat sich freiwillig gestellt.“

„Ich denke, O’Neill war der Täter?“, fragte Erwing verdutzt.

„Irrtum, Sonny. Schick den Wagen!“



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