Historical 329 - Dem Ritter ausgeliefert by Margaret Moore

Historical 329 - Dem Ritter ausgeliefert by Margaret Moore

Autor:Margaret Moore [Moore, Margaret]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: Belletristik, Historische Romane, Liebesromane, Historische Romantik
ISBN: 9783733768065
Herausgeber: CORA Verlag
veröffentlicht: 2017-01-10T00:00:00+00:00


11. KAPITEL

Verlangen, Lust und eine unbestimmte Sehnsucht überkamen Tamsin.

Der Mann, der sie da in sein Bett zog, war der, von dem sie nachts träumte. Er war der Mann, dessen Küsse sie erregten, nach dessen Umarmung sie sich sehnte, dessen Körper sie begehrte. Es war dieser Kämpfer, den sie wollte, diesen Mann in seinen besten Jahren, keinen greisen Unhold oder älteren Mann mit gebrochenem Herzen.

Dennoch war da mehr als Lust, als sie seinen leidenschaftlichen Kuss mit ebensolcher Leidenschaft erwiderte. Sie hatte sich so lange danach gesehnt, geliebt zu werden. Und wenn sie von Heirat geträumt hatte, hatte sie gehofft, dass sie einen Mann finden würde, den sie ebenso bewundern und respektieren konnte wie lieben.

Sir Rheged hatte sogar noch mit weniger angefangen als sie. Er hatte gearbeitet, gekämpft und überlebt, Entbehrungen, Not und den Nachteil seiner niedrigen Geburt überwunden. Dennoch meinte sie hinter der Fassade, hinter der er sich vor der Welt verschanzte, ein Herz zu entdecken, das genauso einsam und sehnsuchtsvoll war wie ihres. Ja, er war hart, willensstark und stolz, aber das war sie auch. Darin war er ihr so ähnlich wie niemand sonst, den sie kannte.

Und aus diesem Grund würde sie diesen Mann gewähren lassen, sich diesem Krieger und der Lust und dem Begehren, die ihren Körper durchfluteten, hingeben – zumindest für ein paar kurze Augenblicke.

Sie ließ ihre Hände unter sein Hemd und seine Tunika gleiten. Sie streichelte sanft über seine breite Brust, dann über seinen Rücken, die Narben auf seiner Haut wie kleine Erhebungen unter ihren Fingerspitzen. Er strich vorsichtig über ihr Mieder und sandte eine neue Welle der Erregung durch ihren Körper – eine gefährliche Erregung. Sie wollte mehr; sie wollte ihn. Sie waren allein und sein Bett stand direkt hinter ihr.

Dennoch, sie durfte ihn nicht zu mehr ermuntern. Wenn sie sich Rheged hingab, hatte sie nichts mehr außer ihrem Titel. Dieser Verlust wäre zu groß im Austausch gegen ein paar schöne Augenblicke, selbst wenn sie sie mit ihm erlebt haben würde.

„Nein!“ Sie stieß ihn zurück, und ihr Befehl galt ihr selbst ebenso wie ihm. „Das muss aufhören. Ihr dürft mich nicht küssen. Oder berühren. Nie wieder!“

Seine Augen verengten sich. „Was für ein Spiel spielt Ihr, Mylady?“

Spiel? Sie spielte nicht mit ihm wie manch albernes Edelfräulein, das flirtete und sich hervortat, sobald Männer in der Nähe waren.

„Für mich ist das kein Spiel, und für Euch sollte es das auch nicht sein. Ich bin nicht frei, und Ihr seid es auch nicht. Ich muss an meinen Namen und meinen Ruf denken und Ihr ebenso. Habt Ihr noch nicht genug getan, um unseren Ruf zu schädigen – und den von Sir Algar dazu?“

Das Begehren in seinem Blick verwandelte sich in Ärger, als er sich auf das Bett setzte und seine Schuhe anzog. „Ich hatte nie die Absicht, Euch zu schaden, Mylady. Das solltet Ihr mittlerweile wissen“, er stand auf und kleidete sich rasch zu Ende an, „noch habe ich irgendein Interesse an einer Affäre oder Ähnlichem.“

Er ging zur Tür, drehte sich aber auf der Schwelle um und sah Tamsin mit der kalten Reserviertheit an, die sie an ihm schon kannte.



Download



Haftungsausschluss:
Diese Site speichert keine Dateien auf ihrem Server. Wir indizieren und verlinken nur                                                  Inhalte von anderen Websites zur Verfügung gestellt. Wenden Sie sich an die Inhaltsanbieter, um etwaige urheberrechtlich geschützte Inhalte zu entfernen, und senden Sie uns eine E-Mail. Wir werden die entsprechenden Links oder Inhalte umgehend entfernen.