001 - Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit by Stella Tack

001 - Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit by Stella Tack

Autor:Stella Tack [Tack, Stella]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: Fantasy/Sci-Fi
Herausgeber: Penhaligon Verlag
veröffentlicht: 2023-03-31T22:00:00+00:00


23

Falco

Ich starrte ihr nach. Dem hektischen Schwung ihres Pferdeschwanzes, von dem sich einige Strähnen herausgelöst hatten, die ihr in das blasse Gesicht fielen. Der Schmerz in meiner Nase pochte im Takt ihrer Schritte, ehe sie verklangen.

»Alles in Ordnung? Das sah schmerzhaft aus.«

Ich gab mir alle Mühe, nicht überrascht auszusehen, als sich aus einer der hinteren Reihen der Arena ein blasser Schatten löste. »Zero«, sagte ich, als der Exorzist durch die Bankreihen zu mir herunterkam, ein Buch unter den Arm geklemmt. Ein Spiritus streifte in der Gestalt einer Katze um seine Beine. Ich kam wieder auf die Füße, wischte mir das Blut ab und warf dem jungen Black Bird einen strengen Blick zu. »Was machst du hier?«

Er blieb neben mir stehen und starrte in die Richtung, in die Leaf verschwunden war, während er leise erwiderte: »Ich komme manchmal hierher, um meine Ruhe zu haben. Crain ist rastlos, und wenn er raucht, kann ich nicht denken. Hier unten ist so spät meist niemand mehr. Wenn ich gestört habe, bitte ich um Verzeihung.«

Ich warf ihm einen strengen Blick zu. »Was du gesehen hast, muss unter uns bleiben.«

Zero neigte den Kopf, sodass die vielen Narben an seinem Hals und den Schlüsselbeinen sichtbar wurden. Kreisrund und so groß wie Münzen. »Bezieht sich deine Sorge darauf, dass niemand wissen soll, dass du von einem Neuling verprügelt wurdest, oder weil sie sich offensichtlich schwertut, in emotionalen Augenblicken die Kontrolle zu behalten?«

»Beides. Aber vor allem Letzteres«, erwiderte ich dumpf.

Zero nickte. Er würde dichthalten. Wenn jemand zu schweigen wusste, dann war es Zero, der wahrscheinlich mehr Schrecken gesehen hatte als andere Exorzisten in ihrem gesamten Leben. »Das Gute ist doch, dass sie sich wieder gefangen hat. Und ich glaube, es hat sie selbst halb zu Tode erschreckt, was gerade passiert ist.«

»Sie verliert die Kontrolle, wenn sie emotional wird. Was ein Problem ist, denn diese Frau besteht nur aus Emotionen«, bestätigte ich.

Zero lächelte milde. Die Katze strich um seine Fußknöchel. Er ging in die Hocke und fuhr ihr bedächtig mit einem langen vernarbten Finger über den weichen Buckel. »Eine erfrischende Abwechslung zu der emotionalen Distanziertheit, die den Exorzisten schon so früh antrainiert wird.«

»Und das hat auch seinen Grund. Sie muss sich anpassen. Sonst wird sie keinen Monat überleben«, warf ich ein und überraschte mich selbst über die Offenheit Zero gegenüber. Es war nicht so, als hätte ich etwas gegen den jungen Exorzisten gehabt. Um ehrlich zu sein, war er einer der wenigen, dem ich trotz seiner speziellen Umstände wirklich vertraute, aber unsere Beziehung hatte nie aus mehr bestanden als höflicher Konversation, gelegentlichen Einsätzen in Manhattan und unserer konstanten Sorge um Crain. Seit Zero an Crains Seite war, musste ich es nicht mehr sein, was mein Leben so viel einfacher machte – und so viel einsamer.

Nach ein paar Minuten bemerkte ich, dass Zero immer noch neben mir stand und ich in Gedanken versunken war. Ich riss mich los und nickte ihm zu. Zero tat es mir nach, und ich machte mich auf den Weg durch die Arena, ehe ich zögernd innehielt.

»Zero?«

»Ja, Falco?«

»Du hast uns beobachtet.



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