Das heiße Bett by Anonym

Das heiße Bett by Anonym

Autor:Anonym
Die sprache: deu
Format: epub
veröffentlicht: 2017-09-19T00:00:00+00:00


10

Es war am Nachmittag, als ich meinen schmerzenden Hintern endlich aus dem Bett wuchtete und mich auf einen neuen Tag vorbereitete. Ich hatte Nitra noch während der Nacht fortgeschickt, nachdem ich zuvor den Parkplatz und die nähere Umgebung sorgfältig abgesucht und überprüft hatte. Kein fremder Wagen war zu sehen gewesen. Ich brauchte einen Drink. Deshalb ging ich zur Bar und mixte mir einen Whisky mit Soda. Normalerweise trinke ich vor dem Frühstück keinen Schnaps, aber ich brauchte unbedingt etwas zur Belebung. Kaffee hätte für diesen Zweck kaum genügt.

Nachdem ich das Glas geleert hatte, wurde ich auf einen Wagen aufmerksam, der draußen vorgefahren war. Ich stand auf und ging zur Tür. In der dicken Eichen-Füllung gab es ein kleines Fenster, durch das man beobachten konnte, was draußen vorging.

Ich sah Luanne Dorton und eine Begleiterin. Beide stiegen aus Luannes Wagen und ließen sich dabei sehr viel Zeit. Neugierig musterten sie den Matador und die Umgebung.

Da ich Luanne schon kannte, konzentrierte ich meine Aufmerksamkeit auf deren Begleiterin.

Ich sah eine attraktive Brünette, ungewöhnlich gut gebaut und mit üppigen Kurven ausgestattet.

Bei mir wurde irgendeine Erinnerung wach. Das könnte Sue Nelson sein, die — ihrer sonnengebräunten Haut nach zu schließen — wohl eben von einer längeren Seereise zurückgekommen war; vielleicht aus Europa, vielleicht aus dem fernen Osten oder von Hawaii. Jedenfalls von irgendeinem Ort, den sich gewöhnliche Sterbliche kaum als Aufenthalt leisten können. Ihr offensichtliches Interesse für den Matador entsprang sicher einer ganz natürlichen Neugier, die der Frage galt, was aus dem ehemaligen Nelson-Herrensitz geworden war … Sue Nelsons früherem Zuhause.

Luanne kam um den Wagen herum, und die beiden Mädchen gingen auf den Eingang zu.

Ich öffnete die Tür, bevor Luanne den großen, schweren Messingklopfer betätigen konnte.

„Willkommen, meine Damen“, begrüßte ich sie und lächelte dabei eins meiner besseren Lächeln.

„Oh, haben Sie mich aber erschreckt!“ sagte Luanne, faßte sich aber sofort wieder. Sie drehte sich nach dem anderen Mädchen um. „Cory, ich möchte Sie mit Sue Nelson bekannt machen. Sue, das ist Cory Barnett. Ihm gehört jetzt dein altes Heim.“ Ich sagte: „Hallo, Miß Nelson!“

Sue Nelson hatte sehr klare, tiefbraune Augen, die Humor und Freundlichkeit erkennen ließen. Sie sah mich an, als könnte sie mich — sowohl den Matador als auch mich — vollkommen verstehen, ohne daß auch nur ein einziges Wort darüber gesprochen worden war.

Als sie lächelte, begriff ich, daß sie auch noch einige andere Dinge kannte. Bei ihr wußte ich schon im ersten Moment unseres Kennenlernens, daß für sie alle Menschen gleich waren. Sie mochte ihresgleichen genauso wie arme, zerlumpte Frauen aus den Slums.

Ich hörte Luanne sagen: „Sue ist soeben von einer Reise zurückgekommen. Sie hat gehört, was Sie inzwischen aus dem Matador gemacht haben. Natürlich ist sie jetzt neugierig darauf, sich das alles einmal anzusehen.“

Yeah, dachte ich. Bestimmt möchte sie jetzt gern mal einen Rundgang machen … nur wir beide … und dann könnte sie mir ihr altes Schlafzimmer zeigen, wo sie früher gespielt hat. Und ich würde ihr mein Schlafzimmer zeigen, wo ich jetzt spielte.

„Ich bin gern bereit, Ihnen alles zu zeigen, Miß Nelson“, sagte ich.



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