Cavendon Hall--Jahre des Schicksals by Barbara Taylor Bradford

Cavendon Hall--Jahre des Schicksals by Barbara Taylor Bradford

Autor:Barbara Taylor Bradford [Taylor Bradford, Barbara]
Die sprache: deu
Format: epub
Herausgeber: beHEARTBEAT
veröffentlicht: 2019-02-15T00:00:00+00:00


Kapitel 33

Wenn Margaret Howell Johnson überrascht war, die berühmte Modeschöpferin Cecily Swann in ihren Laden kommen zu sehen, so ließ sie es sich nicht anmerken.

Sie näherte sich ihnen auf ihre gewohnte gemessene Art, begrüßte beide Frauen höflich und sagte, nachdem Cecily ihr vorgestellt worden war: »Es ist mir eine besondere Ehre, Sie kennenzulernen, Mrs Swann Ingham. Sie sind ungeheuer begabt, ich bewundere Sie schon seit Jahren.«

»Danke, Mrs Johnson«, antwortete Cecily und gab sich größte Mühe, sie nicht allzu unverhohlen anzustarren. In gewisser Weise brauchte sie das gar nicht, denn die Ähnlichkeit mit Diedre war nicht zu übersehen. Margaret Johnson war genauso hochgewachsen wie Miles’ Schwester und Großtante Gwen.

»Sie sagten, Sie wollten mich in einer wichtigen Angelegenheit sprechen, Euer Ladyschaft, daher halte ich es für das Beste, in mein Büro zu gehen.«

»Das ist eine gute Idee, Mrs Johnson«, antwortete Charlotte. »Vielen Dank.«

Margaret Johnsons Büro war groß, ein Erkerfenster ging auf die Straße hinaus. In dem Erker stand ein dem Raum zugewandter georgianischer Schreibtisch, und vor dem Kamin befand sich eine Sitzgruppe mit einem Sofa und Sesseln. An den Wänden hingen schöne Gemälde. Das Büro sah nicht aus wie ein Arbeitsplatz, eher wie ein Wohnzimmer, und es war geschmackvoll eingerichtet.

Sobald sie saßen, sagte Mrs Johnson: »Ich nehme an, Sie wollen über die Dame sprechen, die nach Cavendon kommen wird, um den Mitgliedern Ihres WI zu zeigen, wie man mit der Dosenmaschine umgeht. Es wird Iris Dowling sein, die Schatzmeisterin des WI von Harrogate. Sie kennt sich mit der Maschine gut aus und ist sehr hilfsbereit. Sie werden sie sicher mögen.«

»Danke, dass Sie es mir gesagt haben. Sie ist uns diese Woche jederzeit willkommen, wann immer es ihr passt«, erklärte Charlotte. »Vielleicht am Freitag?«

»Werden Sie die Dosenmaschine heute mitnehmen, Lady Mowbray?«

»Wenn Sie einverstanden sind, ja. Ich habe heute den Wagen und den Fahrer, er kann uns helfen.«

Mrs Johnson nickte, schaute von Charlotte zu Cecily und wusste plötzlich nicht, was sie sagen sollte. Sie konnte nicht umhin, sich zu fragen, was das alles zu bedeuten hatte.

Charlotte, die hochsensibel war, was andere Menschen anging, bemerkte die Verwirrung in Margaret Johnsons Augen sofort und sagte: »Es gibt da noch etwas, worüber ich mit Ihnen sprechen muss. Sie haben neulich von Ihrer Kindheit erzählt und mir von Ihrer Adoption berichtet. Aufgrund der Einzelheiten, die Sie mir genannt haben, ist mir später klar geworden, dass ich Ihre leibliche Mutter kenne.«

Sofort malte sich Schock auf Mrs Johnsons Zügen ab, und ihre Stimme wurde um eine Oktave höher, als sie wiederholte: »Meine leibliche Mutter?«

Charlotte nickte. »Sie sehen so aus wie sie und wie jemand, der mit ihr verwandt ist.«

So benommen sie war, rief Margaret Johnson aus: »Dann lebt sie noch? Ja?«

»Ja«, bestätigte Charlotte.

»Sind Sie sich da ganz sicher, Lady Mowbray?«

»Vollkommen sicher.«

Cecily warf schnell ein: »Ich habe Sie heute erst kennengelernt, Mrs Johnson, doch ich sehe die Ähnlichkeit, von der Ihre Ladyschaft spricht, ebenfalls. Sie hat mir Ihre Geschichte erzählt, und sie entspricht dem, was Lady Mowbray mir über die fragliche Dame berichtet hat.«

Margaret Howell Johnson war sichtlich immer noch wie vom Donner gerührt, und sie starrte Charlotte und Cecily wortlos an.



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