Moon by James Herbert

Moon by James Herbert

Autor:James Herbert [Herbert, James]
Die sprache: deu
Format: epub, mobi
veröffentlicht: 0101-01-01T00:00:00+00:00


Er schreckte noch einmal hoch in dieser Nacht, viel später, als ihn der Schlaf bereits in einem eisernen Griff hielt.

Eine Hand berührte seine Schulter. Fran hatte es ebenfalls gehört. »Was war das?« stieß sie hervor.

»Keine Ahn...«

Wieder hörten sie den Laut.

»Gabby!« Sie sagten es gleichzeitig.

Gefolgt von Fran rutschte Childes aus dem Bett. Er erreichte die Tür, und der Schrecken war etwas grauenhaft Kaltes tief in ihm. Gänsehaut überzog seinen nackten Körper jäh mit winzigen Pusteln. Er brauchte viel zu lange, bis er im Flur den Lichtschalter gefunden hatte, und dann blendete ihn die Helligkeit und schmerzte in seinen Augen, und er verfluchte das Schwindelgefühl, das ihn taumeln ließ.

Sie sahen die schwarze Katze vor Gabbys offener Zimmertür... Das Tier war mit gesträubtem Fell zurückgewichen, die einzelnen Haare standen wie Nadeln. Miss Puddles starrte in das Dunkel des Zimmers. Die Augen glühten feindselig und die Zähne waren wütend gefletscht.

Gabby schrie wieder, ein durchdringendes Kreischen.

Das Fell der Katze wurde wie von einem unterirdischen Luftzug aufgeplustert und gegen den Strich gekrault.

Sie jagte die Treppe hinab.

Childes und Fran stürzten ins Zimmer ihrer Tochter. Gabby saß kerzengerade im Bett. Sie starrte in die ihr gegenüberliegende Ecke neben der Tür, und der schwache Schimmer des Nachtlichts warf dunkle Schatten auf ihr Gesicht.

Gabby beachtete sie nicht, nicht einmal, als sie sich über sie beugten, sie starrte in diese düstere Ecke. Sie sah etwas, sah irgend etwas in dieser Ecke. Etwas, das für ihre Mutter und ihren Vater unsichtbar war.

Fran nahm sie in die Arme, und erst jetzt blinzelte sie, als erwache sie aus einem Traum. Childes blickte sich noch immer besorgt um. Gabby machte sich frei und tastete auf ihrem Nachttischchen herum, fand die Brille und setzte sie hastig auf. Wieder warf sie einen Blick in die dunkle Ecke.

»Wo ist sie?« stieß sie mit einem Schluchzen heraus.

»Wer, mein Liebling, wer?« wollte Fran wissen und streichelte sie beruhigend.

»Ist sie weggegangen, Mummy? Sie hat so traurig ausgesehen.«

Childes spürte das Kribbeln im Genick. Kalter Schweiß überzog Stirn und Handflächen.

»Sag mir, wer, Gabrielle!« verlangte die Mutter. »Sag mir, wen du gesehen hat!«

»Annabel. Sie hat mich angefaßt. Und sie war so kalt, Mummy, so eiskalt. Und sie hat so traurig ausgesehen.«

Tief in Childes Innerstem rührte sich eine längst vergessene Erinnerung.



Download



Haftungsausschluss:
Diese Site speichert keine Dateien auf ihrem Server. Wir indizieren und verlinken nur                                                  Inhalte von anderen Websites zur Verfügung gestellt. Wenden Sie sich an die Inhaltsanbieter, um etwaige urheberrechtlich geschützte Inhalte zu entfernen, und senden Sie uns eine E-Mail. Wir werden die entsprechenden Links oder Inhalte umgehend entfernen.