Akademie Fortuna--Wenn Wahrsagen so einfach wäre by Alica Räth

Akademie Fortuna--Wenn Wahrsagen so einfach wäre by Alica Räth

Autor:Alica Räth
Die sprache: deu
Format: epub
ISBN: 9783505144073
Herausgeber: Schneiderbuch


Missy musste ein kleines Donnerwetter über sich ergehen lassen, weil sie nicht in der Schule gewesen war. Aber als sie ihrer Mutter erzählt hatte, was passiert war, hatte diese die drei an den massiven Küchentisch bugsiert und darauf bestanden, ihre Klamotten zu trocknen.

Deshalb trug Sorry nun einen riesigen, von Hope gestrickten Pullover mit unzähligen Herzen und viel zu langen Ärmeln. Ben hatte sie, trotz lauter Proteste, eine Jogginghose und ein orangefarbenes Sweatshirt von Lucky aufgezwungen. Sorry musste sich das Lachen verkneifen, so komisch war der Anblick.

Ben war gar nicht zum Lachen zumute. »Was soll ich denn jetzt tun?«, fragte er ratlos, nachdem die Mädchen ihm alles erzählt hatten, und blickte in seinen Kakao, als würde er darin die Antwort finden. Allerdings wäre das eine Orakelfähigkeit.

»Du bist es nicht gewesen. Und deshalb können sie dich nicht von der Schule schmeißen«, versuchte Missy, ihn zu beruhigen.

Sorry beneidete Missy um ihren Optimismus. »Aber wir können es nicht beweisen! Und wenn Taurus Astra Schulleiter wird, verweist er Ben trotzdem – ob er etwas mit dem Sturz zu tun hatte oder nicht.«

Ben sank immer weiter in sich zusammen. Es brach Sorry das Herz, ihn so verzweifelt zu sehen. Was würde mit ihm passieren, wenn er gehen musste?

»Wir müssen den wahren Täter finden.«

Sorry und Missy sahen Ben fragend an, der seine Tasse so fest umklammerte, dass Sorry befürchtete, sie könnte zerspringen. »Überlegt doch mal! Die Prüfung wurde angesetzt, weil man mich für den Täter hält. Weil vermutet wird, dass Sorrys Familie mich dazu angestiftet hat. Wenn wir herausfinden, wer mir das anhängen wollte, bin nicht nur ich entlastet, sondern auch Euphoria. Und dann gäbe es weder einen Grund für eine erneute Prüfung noch für meinen Schulverweis.«

»Das könnte funktionieren«, gab Sorry zu. »Und das Argument, dass meine Familie in Gefahr ist, wäre dann auch hinfällig. Aber wie sollen wir den wahren Täter finden?«

Missy schaute zwischen ihren Freunden hin und her und runzelte die Stirn. »Also, vielleicht bin ich ja ein bisschen naiv, aber: Ihr seid doch Wahrsager! Könnt ihr da nicht einfach mal gucken?«

Ben und Sorry sahen sich an. »Das ist nicht so einfach«, murmelte Sorry. »Sonst hätten die Familienoberhäupter es längst getan. Selbst Silka Chlore könnte ja mit Bens Jacke nur feststellen, dass dieses Kleidungsstück nicht an der Tat beteiligt war, aber nicht, ob es noch eine weitere Jacke gibt.«

Ben lehnte sich zurück und steckte die Hände in die Bauchtasche des Sweatshirts. »Genau. Ich kann auf eine bestimmte Frage einen Namen erpendeln, wie bei der Einschulung, aber auch nur, weil die Personen in irgendeiner Form eingegrenzt waren. Hier bräuchte ich zumindest einen Hinweis.« Er lächelte sein schelmisches Grinsen. »Und selbst dann weiß ich nicht, ob es klappt. Denn auch, wenn ich es ungern zugebe – ich bin ja nur ein Nekromant in Ausbildung.«

Es erleichterte Sorry, ihn lächeln zu sehen. Er hatte noch nicht aufgegeben.

Missy ließ den Kopf auf den Tisch sinken und stöhnte ausgiebig. »Könnt ihr denn sehen, ob unser Plan funktioniert?«

Wieder tauschten Sorry und Ben einen Blick, und diesmal war es Sorry fast peinlich, zu antworten.



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