Ein weites Land – Dunkle Wolken (A Troubled Range) by Andrew Grey

Ein weites Land – Dunkle Wolken (A Troubled Range) by Andrew Grey

Autor:Andrew Grey [Grey, Andrew]
Die sprache: deu
Format: epub
Herausgeber: Dreamspinner Press


Kapitel 8

PHILLIP ERWACHTE und zwang sich, die Augen zu öffnen. Die ersten Geräusche des Tages drangen durch das Haus, die ihn schließlich aus seinem leichten Schlaf gerissen hatten. Nicht, dass er in der vergangenen Nacht viel davon bekommen hatte. Die meiste Zeit hatte sich Haven hin und her gewälzt, sich erst an ihn geklammert, sich dann wieder von ihm weggerollt, um in seinem Schlaf zu reden. Ernst betrachtete Phillip seinen Bettpartner. Havens Augen waren geschlossen und endlich war er ruhig und schien friedlich zu schlafen. Still blieb Phillip liegen, da er sich nicht traute, sich zu bewegen. Gestern hatte Haven seinen Vater verloren, was ihn hart getroffen hatte. Deshalb wollte er ihn schlafen lassen. Der Jüngere hatte heute vermutlich einen weiteren schwierigen Tag vor sich .

Die Schlafzimmertür öffnete sich einen Spalt und Wallys Kopf spähte ins Zimmer. Ein sanftes Lächeln lag auf seinem Gesicht, bevor er sich wieder zurückzog und die Tür mit einem kaum hörbaren Klick schloss. Phillip blieb, wo er war, wenn sein Körper auch dringend nach einem Kaffee verlangte. Erneut wurde die Tür geöffnet. Wally trat ein und stellte eine Tasse auf den Nachttisch. Dann verschwand er wieder. Verdammt, dafür schuldete er ihm was. Vorsichtig setzte sich Phillip auf, trank seinen Kaffee und starrte nachdenklich an die Wand. Ihm war klar, dass er sich hier auf der Ranch nicht ewig verstecken konnte. Es gab Dinge, die er erledigen musste. Einen Job hatte er zwar nicht, zu dem er zurück musste, aber er fühlte sich, als verstecke er sich. Er zog sich von seinem Leben zurück. Das war irgendwie leichter, als das, was schief gelaufen war, zu reparieren. Haven rollte sich auf die Seite, ein Arm schlang sich um seine Hüfte und verflucht, Phillip konnte spüren, wie sein Körper augenblicklich darauf reagierte. Er unterdrückte ein Stöhnen, als Havens Arm gegen seine Erektion stieß. Fast die halbe Nacht lang war er steif gewesen. Jedes Mal, wenn er Havens Duft eingeatmet hatte, pochte sein Glied, was unter normalen Umständen auch in Ordnung gewesen wäre, aber nicht bei jemandem, der trauerte. Phillip wandte seinen Kopf und sah Havens ruhiges, entspanntes Gesicht. Die Lippen waren ein Stück geöffnet, die Augen geschlossen. Ein paar Haarsträhnen hingen ihm in die Augen. Er sah so jung und süß aus. Phillip widerstand dem Drang, ihn zu streicheln. Stattdessen trank er friedlich seinen Kaffee.

Die leere Tasse stellte er zurück auf den Nachttisch. Haven bewegte sich im Schlaf und rollte sich von ihm weg. Behutsam stand Phillip auf, holte eine Hose und ein Hemd aus der Kommode und schlich auf Zehenspitzen aus dem Zimmer. Bevor er die Tür hinter sich zu zog, blickte er noch einmal auf Havens schlafende Gestalt zurück. Im Flur zog sich Phillip an, dann folgte er den himmlischen Düften, die aus der Küche kamen. Wally stand bereits am Herd. „ Guten Morgen“, flüsterte Phillip, als wäre er immer noch bei Haven im Zimmer. „Wo ist Dakota?“

„Er arbeitet schon draußen mit Bucky und Mario“, antwortete Wally gähnend. „Entschuldige, ich war die halbe Nacht bei einem Notfall.



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