Oxen. Gefrorene Flammen: 3 (Niels-Oxen-Reihe) (German Edition) by Jens Henrik Jensen

Oxen. Gefrorene Flammen: 3 (Niels-Oxen-Reihe) (German Edition) by Jens Henrik Jensen

Autor:Jens Henrik Jensen [Jensen, Jens Henrik]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: Thriller
ISBN: 9783423433518
Herausgeber: dtv
veröffentlicht: 2018-08-30T22:00:00+00:00


Als er sich ein paar Stunden und drei Becher Kaffee später von seinem Stuhl erhob, hatte er nichts auf Alistair MacDuffs Computer entdeckt, was auch nur annähernd von Interesse gewesen wäre.

Es waren nicht gerade viele Fotos gespeichert. Ein paar von der Tochter, ein paar von der Ex, ein paar Urlaubsbilder und die üblichen Familienfotos. Dazu einige Aufnahmen, die mit Fußball zu tun hatten – Schnappschüsse aus dem Pub, von der Tribüne im Anfield-Stadion und von den Busfahrten zu Auswärtsspielen. Außerdem hatte MacDuff verschiedene Ordner mit Fotos von seinen Jobs auf der ganzen Welt angelegt – aber nur harmlose Bilder von diversen Unterkünften, Pools und Grillpartys mit jeder Menge Bier. Zu guter Letzt hatte er noch einen ganzen Haufen Männerträume gefunden, Schwänze und Brüste, Ferraris, Lamborghinis und ähnliches Kaliber, außerdem die unterschiedlichsten Waffen, alle aus dem Internet heruntergeladen.

Die Dokumente waren allesamt uninteressant, und auch MacDuffs E-Mails bereiteten ihm keinerlei Kopfzerbrechen.

Er ging nach vorn in den Laden. Norman war gerade dabei, einen älteren Herrn zu bedienen, der ein spezielles Kabel benötigte. Als der Mann gegangen war, tippte er Norman auf die Schulter.

»Ich bin fertig, Peter. Danke für die Hilfe.«

»Und du willst immer noch einen Festplatten-Scan?«

»Ja, bitte.«

»Ich mache mich gleich dran. Du kannst das Ergebnis und den Computer morgen Vormittag abholen.«

»Super. Was bin ich dir schuldig?«

Norman zuckte mit den Schultern.

»Sagen wir einfach hundert …«

Er nahm seine Brieftasche aus der Jacke, zählte fünfhundert Pfund in Scheinen ab und legte sie auf den Tresen. Sein alter Klassenkamerad schielte auf das viele Geld und sah ihn dann fragend an.

»Das … ist ein kleiner Bonus. Du warst mir eine große Hilfe.«

Sie verabschiedeten sich, und kurz darauf saß er hinter dem Steuer seines Autos, lehnte sich zurück und schloss für einen Moment die Augen. Er presste sie fest zusammen und versuchte sich darauf zu konzentrieren, welche Möglichkeiten es gab. Es blieben nur zwei Szenarien übrig.

Ein gutes, nämlich dass Alistair MacDuff tatsächlich sturzbesoffen die Treppe hinuntergefallen war. Ja, der Idiot hatte sich vorher noch zwei Bilder angeschaut. Und ja, es war rätselhaft, wie er in ihren Besitz gekommen war … Aber man durfte nicht vergessen, dass es zwei mäßig aussagekräftige Fotos eines Mannes waren, den Alistair ausschließlich unter dem Namen »John Smith« gekannt hatte. Das war zwar bedenklich, aber kein Grund zur Panik.

Das zweite Szenario war das schlechte.

Der große Unbekannte hatte MacDuff umgebracht. Und bei dieser Theorie konnte die betreffende Person sehr wohl mit den Fotos auf MacDuffs Computer in Zusammenhang stehen.

Trotzdem – egal welche der beiden Optionen die richtige war, nichts davon konnte ihn kompromittieren. Nichts in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Aber das Ganze war verdammt beunruhigend.

Es gab nur eins, was er jetzt tun konnte. Er nahm sein Handy, suchte die Nummer heraus und wählte.

»Hallo, Marsh. Hier ist John Smith. Sie waren so freundlich, mir Zutritt zu Alistair MacDuffs Haus zu verschaffen. Ich habe Neuigkeiten und ein deutlich lukrativeres Angebot für Sie: Ich möchte, dass Sie MacDuffs Tod für mich auseinandernehmen. Zerlegen Sie den ganzen Fall in Atome und schauen Sie sich jedes einzelne mit der Lupe an. Und ich verspreche Ihnen … ich werde Sie gut dafür bezahlen.



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