Komm schon by Carly Phillips

Komm schon by Carly Phillips

Autor:Carly Phillips
Die sprache: deu
Format: epub
veröffentlicht: 2011-06-13T00:00:00+00:00


Riley hatte Sophies Büro im Laufschritt verlassen und sich mit Mike ins Houston‘s begeben, um ein paar saftige Rippchen zu vertilgen und dazu einige Gläser Bier zu kippen. Er konnte nicht umhin, sich ein wenig in Selbstmitleid zu suhlen, weil er Sophie nicht hatte umstimmen können - er war es eben gewohnt, mit einem charmanten Lächeln oder einem spitzbübischen Zwinkern seinen Kopf durchzusetzen. Dass sie sich zierte, wurmte ihn, zugleich erhöhte es aber auch den Reiz. Es war beileibe nicht so, dass er sie nur begehrte, weil er sie nicht haben konnte, doch er bewunderte ihre Willensstärke.

Nun, es war im Prinzip nicht anders als beim American Football; wer von ihnen den längeren Atem hatte, würde gewinnen. Und wenn sich Riley auf eines verstand, dann auf Entschlossenheit und Durchhaltevermögen.

All das ging Riley während des Essens durch den Kopf. Mike legte es zum Glück nicht darauf an, zwanghaft Konversation zu betreiben. Er war klug genug, sich schweigend den Magen vollzuschlagen, statt Riley nach dem offenbar nicht sehr erfolgreichen Gespräch mit Sophie zu befragen. Riley dankte es ihm, indem er die Rechnung übernahm und einwilligte, als Mike danach einen Lokalwechsel vorschlug. Ein, zwei weitere Drinks konnten nicht schaden. Sie entschieden sich für eine Bar namens Quarters, die zur Hälfte einem ehemaligen Spielerkollegen von ihnen gehörte.

Raum hatten sie die Bar betreten, klingelte Rileys Mobiltelefon. Auf dem Display leuchtete die Nummer seiner Mutter auf, also machte er auf dem Absatz kehrt, um das Gespräch draußen vor der Tür entgegenzunehmen.

Er ließ sein Handy aufschnappen. »Mom?«

»Nein, Sohnemann, hier ist dein Vater«, erwiderte Harlan Nash.

Riley lehnte sich an die Fensterfront unter der großen Markise. »Wie läuft‘s?«, erkundigte er sich. Er hatte sich schon die ganze Zeit zu Hause melden wollen, den Anruf aber aus Angst vor der unausweichlichen Unterhaltung über Spencer immer wieder aufgeschoben.

Dabei hatte er bislang stets genauere Informationen zu dem Thema bekommen wollen. Doch seit der Begegnung mit seinem leiblichen Vater war ihm jedes Mittel recht, um vor der Wahrheit zu flüchten. Hatten sich seine Mutter und Atkins geliebt? Oder hatte Spencer nur ein Kind in die Welt gesetzt, um seiner Homosexualität den Kampf anzusagen? Riley wusste nicht recht, ob er die Antwort auf diese Frage wirklich hören wollte - also war er den Menschen, die ihm Auskunft hätten geben können, aus dem Weg gegangen.

»Alles bestens. Deine Mutter hat sich allerdings darüber beklagt, dass du in letzter Zeit nie zu erreichen warst, deshalb habe ich ihr versprochen, mit dir Kontakt aufzunehmen.«

Riley nahm die indirekte Rüge kommentarlos hin. »Dein Anruf kommt gerade etwas ungelegen. Ich weiß, ich hätte mich melden sollen, aber es gab so viel zu tun. Sag Mutter, dass ich sie gleich morgen früh anrufe, ja ?«

Sein Stiefvater räusperte sich. »Was ist in Florida geschehen?«

Riley zuckte zusammen. »Woher weißt du, dass ich in Florida war?« Er hatte seiner Mutter nichts von seiner Suche nach Spencer erzählt.

»Es gehört zu meinem Beruf, Bescheid zu wissen, mein Lieber.«

Riley betrachtete die fleckige Unterseite der Markise. Es gefiel ihm nicht, dass sein Stiefvater ihm hinterherspionierte. »Ich finde, mein Leben gehört mir und geht niemanden etwas an.



Download



Haftungsausschluss:
Diese Site speichert keine Dateien auf ihrem Server. Wir indizieren und verlinken nur                                                  Inhalte von anderen Websites zur Verfügung gestellt. Wenden Sie sich an die Inhaltsanbieter, um etwaige urheberrechtlich geschützte Inhalte zu entfernen, und senden Sie uns eine E-Mail. Wir werden die entsprechenden Links oder Inhalte umgehend entfernen.