Die Karte des Todes by Stefanie Koch

Die Karte des Todes by Stefanie Koch

Autor:Stefanie Koch [Koch, Stefanie]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: Spannung, Mord, Krimi, Thriller, Düsseldorf
ISBN: 9783955203436
Herausgeber: dotbooks GmbH
veröffentlicht: 2013-08-22T17:00:00+00:00


„Wohin wollte er denn so eilig?“, fragte Annett so desinteressiert wie möglich, während sie zahlte.

„Keine Ahnung. Gräfin?“

„Hm?“

„Ach, vergiss es.“

„Komm schon, Bernd, was wolltest du sagen?“

„Na ja, ich meine, Henri und du.“

„Ich höre!“

Er blickte sie mitfühlend an und dachte wie so oft, dass sie eine wirklich außergewöhnliche Person war. Er hätte ihr Henri gegönnt.

„Wenn du dich in ihn verknallt hast, solltest du wissen, dass du damit nicht allein bist“, platzte es aus Bernd heraus, der sich ernste Sorgen um die gute Stimmung im Team machte. Annett schwieg eine Weile und stopfte umständlich das Wechselgeld in ihre Geldbörse.

„Ich weiß auch nicht, was auf einmal in mich gefahren ist“, sagte sie leise.

Bernd legte ihr seine Hand auf die Schulter. „Joyce Darlington nannte ihn ein echtes Schnittchen, und in gewisser Weise ist er das ja auch. Er sieht gut aus, hat eine charismatische Ausstrahlung, eine bewundernswerte Intelligenz und ist obendrein auch noch total nett.“

„Aber?“

„Ich denke, der spielt einfach in einer anderen Liga.“

Sie lächelte gequält. „Spitzenkompliment, danke.“ Dann stand sie auf, zog sich den Regenmantel über und verließ mit Bernd das Lokal.

„Nachdem ich Ann Stahl gestern auf dem Markt neben ihm gesehen habe, ist mir der Gedanke auch schon gekommen.“

„Na, siehst du, und als ich gestern Abend bei Henri war, ging es mir genauso.“

„Wie bitte?“

„Glaub nicht, dass so eine Frau mich kaltlässt. Sie ist auf eine eigenwillige Weise schön, hat diese erotische Ausstrahlung und ist auch noch sehr klug und charmant. Aber so ist das nun einmal, einer wie ich träumt von Ann, die anderen vögeln sie.“

„Bernd!“ Sie musste unwillkürlich lachen und küsste ihn auf die Wange. „Dann war sie also gestern Abend noch bei ihm?“

„Ja, und auch noch, als ich gegangen bin. Das ist es, was ich meine.“

Und wenn du gesehen hättest, wie ungeniert sie einen Knochen abnagt und sich anschließend das Fett von den Fingern lutscht, bekämest du eine schmerzhafte Ahnung von den höheren Weihen der Erotik, dachte Bernd resigniert.

Die Gräfin hob die Hand, winkte und ging davon.



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