Der Telekinet by Clark Darlton

Der Telekinet by Clark Darlton

Autor:Clark Darlton [Darlton, Clark ]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: Die Cappins, Perry Rhodan, Science Fiction
Herausgeber: Pabel-Moewig Verlag GmbH
veröffentlicht: 1970-08-07T01:00:00+00:00


4.

Sie lagen zweihundert Meter vor der in der Erde verschwindenden Energieglocke in ihrer Mulde. Für den Zeitraum von fünf Sekunden war der Energievorhang geöffnet worden, als Baiton Wyt Einlaß begehrte. Dann hatte er sich wieder geschlossen.

„Bin gespannt, ob er zurückkommt", sagte Barren Genter mißtrauisch. „Er war überhaupt nicht erstaunt, uns zu sehen. Für einen Mann, der seit dreihundert Jahren nur mit Blumen und Robotern spricht, erschien er mir ziemlich schweigsam."

„Ich würde mit der Beurteilung seiner Eigenschaften noch warten", riet Brasing Erpus und überprüfte die Ladung eines Spezialblasters, mit dem er die beiden Gleiter vernichtet hatte. „Wichtig ist, er kann die STADT überzeugen, daß wir Freunde sind.

Sie wurde von den Ganjasen entsprechend programmiert und ist skeptisch. Sie hält uns für Feinde, bis sich das Gegenteil erweist."

„Der Abschuß der Gleiter sollte genügen, Chef."

Herb Stotz manipulierte an seinem kleinen Funkgerät. „Die Cappins haben Funkstille."

„Die Vernichtung zweier vielleicht ferngelenkter Gleiter kann von der STADT als Trick ausgelegt werden. Wir brauchen besseres Beweismaterial.

Tifflor hat daran gedacht. Im Safe der Space-Jet liegen Bildaufzeichnungen und Tonbänder, die einwandfrei beweisen, daß wir mit Ovaron, dem Ganjo der Ganjasen, freundschaftliche Beziehungen unterhalten. Sie beweisen außerdem, daß Rhodan und Ovaron zur Heimatgalaxis der Cappins flogen, um dort nach den verschollenen Ganjasen zu suchen. Ich denke, das sind Dinge, mit der wir die STADT überzeugen können."

„Die Space-Jet ist fast hundert Kilometer von hier entfernt", gab Barren Genter zu bedenken.

Erpus nickte.

„Richtig, und jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, das Beweismaterial zu holen. Wie wäre es, Genter, wenn Sie einen Spazierflug unternähmen? Dicht über dem Boden, damit Sie nicht geortet werden können. Sie bekommen von mir den positronischen Schlüssel, damit Sie die Unterlagen aus dem Safe holen können.

In zwei Stunden können Sie zurück sein."

„Haben Sie etwas dagegen", fragte Rog Fantas, „wenn ich Genter begleite?"

„Eine Menge", eröffnete ihm Erpus trocken. „Ich sagte: zwei Stunden! Wenn Sie Genter begleiten, können es zwei Tage werden. Sie platzen doch vor Neugier, was die merkwürdige Pflanzenwelt dieses Planeten angeht. Sie würden also die Gelegenheit nützen, sich die Blümchen genauer anzusehen, und Genter würde Ihnen dabei Gesellschaft leisten. Sie bleiben hier."

Genter grinste, nahm den positronischen Schlüssel in Empfang, schaltete das Flugaggregat ein und schwebte in geringer Höhe davon.

Fantas sah ihm mit einem Ausdruck des Bedauerns nach.

„Schade", meinte er. „Dabei sitzen wir bestimmt noch ein paar Stunden hier in der Mulde."

Stotz winkte Erpus zu sich.

„Jetzt kommen einige Signale durch, aber wenn mich nicht alles täuscht, handelt es sich lediglich um Orterimpulse. Vielleicht erwartet man ein weiteres Schiff und gibt ihm Peilzeichen. So auf den Meter genau kommen die ja auch nicht aus dem Linearraum."

„Bleiben Sie auf Empfang", befahl Erpus.

Er legte sich in das weiche Gras und sah hinüber zur STADT, in der Baiton Wyt mit Mover verschwunden war. Ruhig und verlassen lagen die Straßen vor ihm, durch den Energievorhang ein wenig verschwommen, so als flimmere die Hitze über ihnen.

Keine Bewegung war zu sehen. Es war, als sei die STADT tot. Aber Erpus wußte, daß sie alles andere als tot war.

Sie lebte - und das seit zweihunderttausend Jahren.

Die Sonne senkte sich bereits gegen Westen, als Barren Genter zurückkehrte.



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